Der Saarlooswolfhond ist ein treuer Freund und Begleiter des Menschen, wenn er richtig erzogen wird. Es erfordert allerdings eine Menge Liebe, sehr viel Zeit und noch mehr Geduld, um ihn gut zu sozialisieren und an seinen Besitzer zu binden. Natürlich sind nicht alle Saarlooswolfhonde von ihrem Wesen her gleich, genau wie wir Menschen. Der Saarlooswolfhond ist für jeden Hundeliebhaber, besonders aber für naturverbundene Menschen bestens geeignet. Der Saarlooswolfhond ist ein meist ruhiger und liebenswerter Hund, ist aber wegen seines ausgeprägtes Rudelbewusstseins nicht für die Zwingerhaltung geeignet!

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Er folgt seinem Besitzer auf Schritt und Tritt in jeden Winkel Hauses/der Wohnung – wirklich überall hin!

Seine äußerliche Erscheinung und seine Art sich zu bewegen, erinnert sofort an einen Wolf, und macht ihn so zu einer imposanten Erscheinung. Nur durch konsequente, geduldige und liebevolle Erziehung erkennt er die „Herrschaft“ seiner Familie bedingungslos an. Aufgrund seiner starken Verbundenheit zu seinem Rudel(der Familie), erträgt er das allein sein nur sehr schwer.

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Dies ist aber situationsbedingt nicht immer vermeidbar. Daher muss so früh wie möglich und immer wieder mit ihm das Alleinsein geübt werden. Ihr Hund wird verstehen, das die Trennung von seiner Familie nur für kurze Zeit und nicht für immer ist. Führen sie ihren Hund langsam und in kleinen Schritten an diese Situation heran. Steigern sie die Trennungszeiten von mal zu mal. Dann wird er irgendwann, wenn sie das Haus verlassen, an seinem Platz bleiben und geduldig auf sie warten.Trotzdem sollte man den Hund nicht länger als etwa 3 – 4 Stunden alleine lassen, da er sonst starken Trennungsängsten ausgesetzt ist und diese dann unter Umständen an Einrichtungsgegenständen abreagiert.

Mancher SWH weigert sich auch an Gegenständen, wie zum Beispiel Mülltonnen/Kontainer etc. vorbeizulaufen, denn am Vortag standen diese Dinge noch nicht da und wieder zeigt er diese Vorsicht vor dem Unbekannten. Nur durch eine Erziehung mit viel positivem Zuspruch und Leckerchen(wenn’s sein muß), kann ihm diese übertriebene Vorsicht nehmen. Bitte seien Sie nicht enttäuscht, wenn es bei Ihrem Saarlooswolfhond etwas länger dauert, bis das gewünschte Ziel erreicht ist. Er schafft das schon! Und hat er seine Sache gut gemacht, sollte man ihn liebevoll loben und mit einem kleinen „Leckerchen“ dafür belohnen.

Der Besitzer erhält einen Haushund/Familienhund, der ein treuer Partner sein kann, wenn er sich über diese Rasse informiert hat. Der Besitzer sollte den Hund in der Wohnung/im Haus halten, und gern seine Freizeit mit ihm an der frischen Luft verbringen. D. h. 2 –3 Stunden pro Tag sollte Ihr Hund draußen sein können. Dafür haben sie für 10 bis 15 Jahre einen liebenswerten, anhänglichen und absolut treuen Begleiter an Ihrer Seite. Außerdem; ein unausgelasteter Hund wird schwerlich manierlich an der Leine gehen, wenn er dringend laufen möchte.
Und bitte; machen Sie aus ihrem Hund keinen Wolf, denn er ist es nicht!!

Eine Ausbildung zum Schutzhund ist nicht möglich, da es nicht in der Natur des Saarlooswolfhondes liegt übermäßigen Beschützerinstinkt zu zeigen (Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel). Mit etwas Geduld ist es jedoch möglich, mit dieser Rasse die Begleithundeprüfung erfolgreich abzulegen. Zudem sind die Saarlooswolfhonde für Agility und Fährtenarbeit sehr gut geeignet.

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Die Erziehung des Saarlooswolfhondes ist nicht immer einfach. Er ist ein selbstbewußter Hund mit einem starken Willen. Seine hohe Intelligenz fordert eine konsequente Erziehung, allerdings mit viel Liebe und noch mehr Geduld. „Kadavergehorsam“ kennt er nicht. Allerdings sollte man auf keinen Fall die Ausbildungsfähigkeiten des Saarlooswolfhond unterschätzen.

Harte Worte oder Kommandos sind für den Saarlooswolfhond aber nicht geeignet und führen nicht zum gewünschten Erfolg, denn trotz seines Selbstbewußtseins zeigt er große Sensibilität. Saarlooswolfhonde sind sehr menschenfreundlich, obwohl ihre vom Wolf geerbten Verhaltenseigenschaften und der starke Fluchttrieb beim Auftreten fremder Personen zunächst einen anderen Eindruck vermittelt.